Exkursionen

Auf dieser Seite sind die Exkursionen verzeichnet, die während der BuFaTa angeboten werden, damit Ihr Euch vor der Anmeldung informieren könnt.

  • Der Laacher See: Eine vulkanisch geprägte Landschaft (Leitung: Jonas Thormann und Simon König, Geographisches Institut der Universität Bonn): Die physische Geographie der Eifel zeichnet sich besonders durch ihren noch immer aktiven Vulkanismus aus. Der Laacher See ist dabei einer der Standorte, an denen diese geologischen bzw. geomorphologischen Prozesse besonders sichtbar werden. Die Exkursion zeigt den TeilnehmerInnen zudem die damit zusammenhängenden Risiken auf und geht auf aktuell betriebene Forschung im Bereich der Naturgefahren ein.

 

  • Bundesviertel Bonn: Bauhistorische Stadtentwicklung (Leitung: Nataliya Demir-Karbouskaya und Alexander Kleinschrodt, Baukultur Bonn): Aus der Zeit, in der Bonn Bundeshauptstadt war, stammen diverse kulturhistorisch relevante Neubauten, die den Kern dieser Exkursion ausmachen sollen. Welche Prozesse wurden dadurch in der Entwicklung der Stadt angestoßen? Welche funktionale Rolle nimmt das Bundesviertel (bis) heute innerhalb der Stadt ein? Diesen und weiteren Fragen werden die Experten von „Baukultur Bonn“ nachgehen und gemeinsam mit den TeilnehmerInnen vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um Stadterneuerung diskutieren.

 

  • Bonn: Vom Römerkastell zum UN-Standort (Leitung: Pamela Nienkemper und Julia Weidemüller, Geographisches Insitut der Universität Bonn): Die Exkursion unter der Überschrift „Vom Römerkastell zum UN-Standort“ beginnt in Bonn Castell und damit der ersten (kontinuierlichen) Besiedlungsstelle und geht bis zum ehemaligen Regierungsviertel, dem heutigen Sitz der UN. Auf der Strecke sollen einerseits die räumlichen Manifestationen stadtgeschichtlicher Entwicklungen deutlich werden und andererseits auch der Einfluss räumlicher Aspekte (Lage, Naturraum usw.) auf die Stadtentwicklung. Dabei werden Themen und Fragen der Stadt- und Wirtschaftsgeographie (z. B. Zentralität, Verkehrsentwicklung, regionaler Strukturwandel) ebenso angesprochen wie räumliche Bezüge geschichtlicher und archäologischer Themen.

 

  • Geomorphologie des Siebengebirges (Leitung: Dr. Thomas Roggenkamp, Geographisches Institut der Universität Bonn): Das Siebengebirge gehört aus physisch-geographischer Sicht zu den spannendsten Regionen im Bonner Umland. Auf der Exkursion wird das Siebengebirge zu Fuß erkundet und die Themen Geomorphologie, Klimatologie, Hydrologie sowie historische Geographie dieser Region behandelt.

 

  • Von der Bonner Republik zur Weltklimakonferenz 2017 (Leitung: Jan Grade, Deutscher Verband für angewandte Geographie): Im Jahr 2016 jährte sich der Bonn-Berlin-Beschluss zum 25. Mal. Seit dem Regierungsumzug nach Berlin, im Jahre 1991 beschlossen und insbesondere ab 1999 mit dem Umzug des Bundestages umgesetzt, hat sich in Bonn viel getan. Aus der Befürchtung heraus, nach dem Umzug als Standort an Bedeutung zu verlieren, haben sich Bonner Akteure in den 1990er Jahren zusammengetan und mit dem Fünf-Säulen-Modell einen Ansatz für einen Strukturwandel in der Region entwickelt. Im Rahmen der Exkursion soll dieser Strukturwandel exemplarisch an ausgewählten Standorten, insbesondere im ehemaligen Regierungsviertel, sichtbar gemacht werden. Hier trifft die ehemalige Bundeshauptstadt der Bonner Republik auf das „neue“ Bonn mit dem UN-Campus und dem World Conference Center Bonn.

 

  • Einzelhandel und Stadtentwicklung (Leitung: Michael Steier, Geographisches Institut der Universität Bonn): Im Fokus der Exkursion durch die Innenstadt Bonns steht das Thema innerstädtische Shopping-Center. Am Hauptbahnhof wird aktuell das Maximilian-Center mit der Modekette Primark als Hauptmieter realisiert. Gegenüber soll das „Bonner Loch“ mit dem Gebäudeensemble „Urban Soul“ überbaut werden. Im südöstlichen Bereich der Bonner Innenstadt wurde der geplante Verkauf städtischer Grundstücke im Viktoriaviertel zum Bau einer Shopping Mall durch ein Bürgerbegehren vorerst verhindert. Die Exkursion wird deshalb auch das Thema „Wem gehört die Stadt und wie wollen wir eigentlich in ihr leben?“ aufgreifen. Abgerundet wird der ca. dreistündige Rundgang durch die Innenstadt mit Wissenswertem zur Bonner Stadtgeschichte.

 

  • Die Waldökologie im Melbtal (Leitung: Niklas Beckers, Geographisches Institut der Universität Bonn): Die Exkursion beginnt um 16 Uhr vor dem Haupteingang des Geographischen Instituts. Von dort aus gehen wir zu Fuß in Richtung Melbtal, wo wir uns mit der Ökologie und Landschaftsgeschichte mitteleuropäischer Laub- und Nutzwälder befassen. Das Melbtal ist ein beliebtes Naherholungsgebiet nahe dem Herzen der Bonner Innenstadt und ist vor allem durch seinen Vorfluter und den anthropogenen Einfluss geprägt. Sofern das Wetter es zulässt, werden wir gemeinsam einige charakteristische Pflanzengesellschaften solcher Wälder kennenlernen und bestimmen. Hierzu werden auch einige Zusammenhänge im Bereich der Biogeographie, Biodiversitätserfassung, taxonomische Systematik und landschaftsökologischer Forschung erörtert. Sofern vorhanden, kann gerne eine Geologenlupe mitgenommen werden, festes Schuhwerk ist auf jeden Fall empfohlen. Bestimmungsliteratur wird zur Verfügung gestellt.

 

  • Alternativstadt Bonn? – Ein Viertel zwischen Kommerzialisierung und BügerInnenengagement (Leitung: Luise Porst & Till Rockenbauch, Geographisches Institut der Universität Bonn): Die Bonner Altstadt (eigentlich Nordstadt) gilt als der angesagte Bonner Stadtteil. Wohnungen, Kneipen, Restaurants, internationale Lebensmittelgeschäfte, Ateliers und Boutiquen finden sich hier in großer Dichte und Vielfalt. Zunächst Arbeiter-, dann Studentenviertel, dient die Altstadt inzwischen auch als Projektionsfläche aktueller Stadtmarketingprojekte. Seit einigen Jahren lockt die alljährliche Kirschblüte tausende von Besuchern in die Gassen der Altstadt. Ehemalige Mietswohnungen werden renoviert und in teure Eigentumswohnungen verwandelt, der Einzelhandel blüht, das Macke-Quartier nimmt Gestalt an.Trotz fortschreitenden Wandels konnte sich das Stadtviertel seinen individuellen Charakter erhalten und bietet weiterhin Raum für alternative Initiativen und Projekte (Kult41, Fabrik 45, Oscar Romero Haus, Le Sabot, Netzladen, Marktschwärmer im La Victoria…). Der Frankenbadplatz – einer der Altstädter Anziehungspunkte – ist einer der wenigen öffentlichen Plätze Bonns (im wahrsten Sinne des Wortes). Ein Treffpunkt für Kinder, Studenten, Obdachlose und Macchiato-Mütter… Doch mit der bevorstehenden Schließung und Umnutzung des Frankenbades steht auch dieser letzte Freiraum zur Disposition…
    Die Exkursion führt zu Fuß durch die Bonner Altstadt. Dabei werden Einblicke in historische und aktuelle Aspekte der Stadtentwicklung gegeben. Wir treffen aktive Stadtteilbewohner und stellen die Entwicklung des Stadtteils in den Kontext allgemeiner Tendenzen in der Stadtentwicklung.

 

  • Stadtgeschichte Bonn – Vom Gestern ins Morgen (Philipp Marr, Geographisches Institut der Universität Bonn & Bastian Schneider, Steinmann-Institut der Universität Bonn): Die Fahrradexkursion wird uns durch die verschiedenen Phasen der Bonner Stadtgeschichte führen. Als eine der ältesten Städte Deutschlands gibt es viel zu entdecken. Beginnend bei den Germanen und Römern, werden wir das Erbe der Kurfürsten aus Köln und Preußens näher betrachten. Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg war prägend für das Stadtbild, insbesondere als provisorische Hauptstadt Westdeutschlands werden u.a. interessante architektonische Aspekte beleuchtet. Weiterhin soll die zukünftige Entwicklung der Stadt, auch mit Hinblick auf Bürgerbeteiligung, diskutiert werden.

Stand: 05.04.2017, Änderungen vorbehalten.